Detailinformationen zu den Maßnahmen

Um die landesweiten Ziele des Hochwasserrisikomanagements zu erfüllen und das Hochwasserrisiko effektiv zu mindern, hat das Land einen Katalog mit Maßnahmen erarbeitet, die zukünftig von den jeweils Zuständigen umgesetzt werden sollen. Die Maßnahmen richten sich an alle Akteure, die dazu beitragen können, die Ziele zu erfüllen.

Die Maßnahmen des Katalogs legen in genereller Form fest, wer wann was zu tun hat. Die konkrete Art und Weise und Details der weiteren Ausgestaltung und Umsetzung lassen sie offen. Die Verantwortlichen des Landes Baden-Württemberg haben sich bewusst dafür entschieden, die Umsetzung der Maßnahmen in der Verantwortung der jeweiligen Akteure zu belassen und somit Unterschiede in der Ausgestaltung zu ermöglichen.

Zu unterscheiden sind Landesmaßnahmen (Kennzeichnung mit dem Buchstaben L) und regionale/lokale Maßnahmen (Kennzeichnung mit dem Buchstaben R). Die Maßnahmen L1 bis L22 des Hochwasserrisikomanagements liegen im Zuständigkeitsbereich des Landes und bilden die Grundlagen für die weitere Umsetzung vor Ort. Die Maßnahmen R1 bis R32 des Hochwasserrisikomanagements werden durch unterschiedliche Akteure vor Ort umgesetzt.

Durch das Hochwasserrisikomanagement entstehen keine neuen Verantwortlichkeiten. Die im landesweiten Maßnahmenkatalog aufgeführten Maßnahmen beruhen auf geltenden gesetzlichen Regelungen und auf der seit 2003 angewandten Strategie zur Minderung von Schäden durch Hochwasser in Baden-Württemberg.

Informieren Sie sich hier zu jeder Maßnahme und erhalten Sie weiterführende Materialien. Mit Hilfe der Informationen können Sie die Maßnahmen des Hochwasserrisikomanagements umsetzen.

 

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L19: Ermittlung fachlicher Grundlagen

L19: Ermittlung fachlicher Grundlagen in der Kooperation Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft (KLIWA)

Die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz haben zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst ein Kooperationsvorhaben zum Thema „Klimaveränderungen und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft“ (KLIWA) gegründet. In diesem Vorhaben sollen die bisherigen Veränderungen des Wasserhaushalts ermittelt und künftige Auswirkungen möglicher Klimaveränderungen auf den Wasserhaushalt abgeschätzt werden. Mit den Erkenntnissen daraus werden nachhaltige Handlungskonzepte entwickelt.

Dazu werden auf Grundlage der aktuellsten regionalen Klimaprojektionen die Auswirkungen des Klimawandels auf das Hochwassergeschehen überprüft. Veränderungen der Hochwasserabflüsse wirken sich vor allem auf die Wirksamkeit eines technischen Hochwasserschutzes aus. Eine erste Reaktion ist die Einführung eines „Klimaänderungsfaktor“ bei der Planung und Umsetzung einer Unterhaltung und Sanierung von Hochwasserschutzeinrichtungen. Neue Konzepte für den technischen Hochwasserschutz beziehen diesen Klimaänderungsfaktor ebenfalls mit ein. Auch bei der Hochwasservorhersage und im Umgang mit Starkregen müssen diese Veränderungen künftig berücksichtigt werden.

Interner Link

Klimawandel

Externer Link

„Klimaveränderungen und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft“ (KLIWA)