Detailinformationen zu den Maßnahmen

Um die landesweiten Ziele des Hochwasserrisikomanagements zu erfüllen und das Hochwasserrisiko effektiv zu mindern, hat das Land einen Katalog mit Maßnahmen erarbeitet, die zukünftig von den jeweils Zuständigen umgesetzt werden sollen. Die Maßnahmen richten sich an alle Akteure, die dazu beitragen können, die Ziele zu erfüllen.

Die Maßnahmen des Katalogs legen in genereller Form fest, wer wann was zu tun hat. Die konkrete Art und Weise und Details der weiteren Ausgestaltung und Umsetzung lassen sie offen. Die Verantwortlichen des Landes Baden-Württemberg haben sich bewusst dafür entschieden, die Umsetzung der Maßnahmen in der Verantwortung der jeweiligen Akteure zu belassen und somit Unterschiede in der Ausgestaltung zu ermöglichen.

Zu unterscheiden sind Landesmaßnahmen (Kennzeichnung mit dem Buchstaben L) und regionale/lokale Maßnahmen (Kennzeichnung mit dem Buchstaben R). Die Maßnahmen L1 bis L18 des Hochwasserrisikomanagements liegen im Zuständigkeitsbereich des Landes und bilden die Grundlagen für die weitere Umsetzung vor Ort. Die Maßnahmen R1 bis R32 des Hochwasserrisikomanagements werden durch unterschiedliche Akteure vor Ort umgesetzt.

Durch das Hochwasserrisikomanagement entstehen keine neuen Verantwortlichkeiten. Die im landesweiten Maßnahmenkatalog aufgeführten Maßnahmen beruhen auf geltenden gesetzlichen Regelungen und auf der seit 2003 angewandten Strategie zur Minderung von Schäden durch Hochwasser in Baden-Württemberg.

Informieren Sie sich hier zu jeder Maßnahme und erhalten Sie weiterführende Materialien. Mit Hilfe der Informationen können Sie die Maßnahmen des Hochwasserrisikomanagements umsetzen.

 

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R2: Aufstellung bzw. Fortschreibung einer Krisenmanagementplanung einschließlich der Aufstellung bzw. Fortschreibung von Hochwasser Alarm- und Einsatzplänen

R2: Aufstellung beziehungsweise Fortschreibung einer Krisenmanagementplanung einschließlich der Aufstellung bzw. Fortschreibung von Hochwasser Alarm- und Einsatzplänen

An einer Krisenmanagementplanung müssen alle relevanten Akteure beteiligt sein. Relevante Akteure sind dabei unter anderen die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) der Kommunen und übergeordneter Ebenen.

In der Krisenmanagementplanung sollen gemeinsam Vorsorgemaßnahmen entwickelt werden für

  • die betroffene Bevölkerung,
  • die empfindlichen Nutzungen (vor allem Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altersheime),
  • die Verkehrswege (Versorgungs- und Fluchtwege),
  • die relevanten Einrichtungen für die grundlegende Versorgung und Entsorgung (Wasser, Strom, Telekommunikation, Abwasser),
  • die wirtschaftlichen Aktivitäten,
  • die Umwelt und
  • die relevanten Kulturgüter.

Diese Vorsorgemaßnahmen sind bereits im Vorfeld eines Hochwasserereignisses umzusetzen, um die nachteiligen Folgen eines Hochwassers so gering wie möglich zu halten.

Alarm- und Einsatzpläne sollen den Einsatz der BOS und weiterer relevanter Akteure vorbereiten und koordinieren. Darüber hinaus sollen sie

  • die örtliche Hochwasserwarnung sicherstellen,
  • objektspezifische Notfallplanungen für betroffene Einrichtungen initiieren und die Koordination mit den zuständigen Akteuren organisieren,
  • ein Konzept für die Nachsorge enthalten, das Hochwassergeschehen evaluieren und regelmäßig Übungen vorsehen.

Die Kommunen werden bei der Krisenmanagementplanung unter anderem durch Materialien und das Angebot der WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung unterstützt. Eine Checkliste steht unter „Zum Herunterladen“ zur Verfügung.

Zum Herunterladen

In 5 Schritten zum Hochwasseralarm- und Einsatzplan [9/06; 4,5 MB]

Kommunaler Hochwasseralarm- und Einsatzplan – Arbeitstabellen (pdf) [9/06; 2,4 MB]

Maßnahmen-Checkliste für Kommunen (R2) [1/19; 0,3 MB]

Interner Link

Krisenmanagement

Externe Links

WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung

Service BW