R30: Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger

„Die Leute sind wirklich kreativ und ihre Ideen zum Objektschutz funktionieren. Wir begleiten und unterstützen sie bei der Umsetzung ihrer Ideen.“

Bild Zwei der Interviewpartner, Herr Hörner (links) und Herr Hemmerich (rechts). Quelle: Gerhardt

Bild Blick auf die Altstadt in Wertheim und die beiden Flüsse Main und Tauber. Quelle: Gerhardt

 

WERTHEIM, zu Teilen an Main und Tauber gelegen, rund 24.000 Einwohner: Herr Hemmerich, Herr Dworschak und Herr Hörner tauschen sich über die Entwicklung des Wertheimer Objektschutzprogrammes aus. Herr Hemmerich ist Architekt bei der Stadtentwicklungsgesellschaft ‚STEG‘. Er beleuchtet die Situation Wertheims von der technischen Seite und hat bereits viele Modernisierungen, Sanierungen und Neubauten in Bezug auf den Hochwasserschutz realisiert. Zweiter Gesprächspartner ist Herr Dworschak, der im ‚Referat Bauordnung‘ mit der Bearbeitung von Bauanträgen beschäftigt ist. Die Runde vervollständigt Herr Hörner, Referatsleiter Tiefbau. Er ist seit dessen Start in das ‚Wertheimer Objektschutzprogramm‘ involviert und bearbeitet Förderanträge, die den Hochwasserschutz in Eigeninitiative – privat und gewerblich – betreffen.

„Das Wertheimer Objektschutzprogramm wurde nach dem 2003er Hochwasser initiiert, zunächst über einen begrenzten Zeitraum hinweg. Seither wurden und werden Objektschutzmaßnahmen im Rahmen dieses Förderprogrammes unterstützt. Das bedeutet direkte Hilfe für den Bürger.

 

2011 überflutete Wertheim ein weiteres Hochwasser. Es folgten Gespräche zwischen Stadt und Land, deren Ergebnis war, das Programm zu verlängern. Die Fördermodalitäten wurden geändert. Der Eigentümer soll 25 % der Kosten übernehmen, Stadt und Land die anderen 75 %. Die Kosten werden also von drei Parteien getragen, der Eigentümer entlastet.

Bild Hochwasser 2011, überflutete historische Altstadt. Quelle: Wertheimer Zeitung vom 11.01.2011, Foto: Victoria Schilde

Objektschutz statt Versicherung

„Die Versicherungen haben nach dem Hochwasser reihenweise Verträge gekündigt. Die Leute hatten Probleme, ihre Gebäude zu versichern.“

Nachdem sich die Versicherungen immer mehr aus dem Geschäft zurückgezogen hatten, wurde es für einige Anwohner zu teuer, ihre Gebäude versichern zu lassen. Die Stimmen wurden lauter, dass wir als Stadt eingreifen müssen. Wir wollen die Leute schließlich auch in der besonders stark betroffenen Altstadt halten - und helfen.

 

Zu dem Zeitpunkt war eine mit dem Land entwickelte Idee, die gesamte Stadt mit einem Dammsystem vor dem Hochwasser zu schützen. Das ist an unserem Standort mit den zwei Flüssen nicht einfach. Im Auftrag des Landes wurde dazu eine Studie durchgeführt, die gezeigt hat, dass der Schutz bis zu einem HQ25 möglich ist. Alles darüber hinaus wäre problematisch geworden und die Maßnahme hätte das Stadtbild stark verändert. Diesen extremen Eingriff wollten die meisten Menschen nicht.

Bild Altstadt Wertheim, Engelsbrunnen. Quelle: Gerhardt

Bild Altstadt Wertheim. Quelle: Gerhardt

Nachhaltiger Hochwasserschutz

„Wir wollen nicht einfach ersetzen, was kaputt geht, sondern die Situation langfristig verbessern.“

Unsere Herausforderung ist, den Standort Altstadt trotz des Hochwasserrisikos attraktiv zu halten. Zudem suchen wir nachhaltige Lösungen, die fördern, dass ein Gebäude entweder vor Hochwasser geschützt ist oder der Schaden beim nächsten Hochwasser geringer ausfällt.

Bild Befestigungsschienen für Hochwasserschutz und eine Hochwassermarke in der Wertheimer Altstadt. Quelle: Gerhardt

 

Es gibt Fotos von einem Hochwasser vor knapp 30 Jahren, ca. 1993/1994, darauf treiben aufschwimmende Heizöltanks. Nach und nach wurde versucht, die Tanks aus der Altstadt zu verbannen. Und es hat sich mit der Zeit eingespielt, dass man hier in der Altstadt Gasversorgung hat. Mittlerweile sind viele Heizungen in das Erdgeschoss, Obergeschoss oder sogar ins Dachgeschoss verlegt worden.

Bild Dokumentation des Hochwassers im Januar 2003 in Wertheim. Quelle: Stadt Wertheim

„Wir mussten erst einmal Grundlagen schaffen.“

Zu Beginn des Wertheimer Objektschutzprogrammes wurde die Altstadt durch das Ingenieurbüro Winkler begangen und die Gebäude eingemessen. Es wurde aufgenommen, wo neuralgische Punkte liegen, welche Bausubstanz vorhanden ist und was am Gebäude selbst umsetzbar ist. Jeder Eigentümer hat damals eine Empfehlung für seinen individuellen Objektschutz erhalten. Zusätzlich haben wir eine Veranstaltung organisiert, bei der die gesammelten Ergebnisse vorgestellt wurden.

 

„Es gibt keine Standardlösung, kein Schema F.“

Da jedes Gebäude seine Eigenarten hat, muss auch jedes Gebäude individuell behandelt werden. Je nachdem, wo die NormalNull-Linie liegt oder wie ein Gewölbekeller oder Innenbereich angelegt ist, gestaltet sich eine Maßnahmenplanung. Manche Keller müssen einfach geflutet werden, sonst könnte es sein, dass das gesamte Gebäude durch das Hochwasser zum Einsturz gebracht wird.

Bild Anschluss für einen Feuerwehrschlauch zum Auspumpen eines Kellers. Quelle: Gerhardt

 

Beispielsweise können Keller, die nicht mehr benötigt werden, verfüllt werden. Ein Mauerwerk im Hochwasserbereich? Das funktioniert nicht, kann ich Ihnen sagen. Die verwendeten Materialien spielen eine große Rolle im Hochwasserschutz. Sowohl bei der Sanierung als auch beim Neubau. Da wir in Wertheim freie Materialwahl haben, ist es schwierig, Vorgaben zu machen, welche Baustoffe verwendet werden. An diese Stelle sind die Architekten und wir für die Hilfestellung gefragt: Erdgeschosseinheiten in Stahlbeton und Materialen, die ein Hochwasser überstehen, ohne dass sich die halben Wände auflösen, wie z. B. mineralische Putze.

Meistens sind es die einfachen, unspektakulären Dinge, die wirken: Die Haustechnik wird ins Dachgeschoss verlegt. Das Erdgeschoss nutzt man für Garagen oder Gewerbeflächen, Wohnungen befinden sich dann in den oberen Geschossen. Steckdosen können so installiert werden, dass es – wenn tatsächlich ein Meter Wasser im Erdgeschoss steht – zu einem Kurzschluss kommt. Ganz einfache Dinge eben.

Bild Beispiel für Maßnahme, Gebäudenutzen Erdgeschoss als Garage. Quelle: Gerhardt

Bild Höher gelegte Steckdosen und U-Profil im Innenraum. Quelle: Gerhardt

Flexibilität bei der Förderung

„In den meisten Fällen lautet unsere Antwort auf einen Förderantrag ‚Ja‘. Die Leute sind wirklich kreativ und ihre Ideen funktionieren.“

Es gibt einen Förderkatalog mit diversen Maßnahmen, aus denen man die für sich passende auswählen kann. So oder so hören wir uns jeden persönlich an, lassen uns erzählen, was derjenige vorhat. Dann entscheiden wir, ob die geplante Maßnahme für den Hochwasserschutz sinnvoll ist oder nicht, das heißt, ob das Projekt gefördert wird, oder eben nicht. In den meisten Fällen sind die geplanten Maßnahmen konstruktiv und schützen im akuten Fall.

 

Allgemein ist es so, dass wir den Leuten keine riesigen Hürden für die Förderung stellen. Auch nicht, was den Nachweis der Effektivität der Maßnahmen angeht. Wir verlangen keine Vorlage, dass der Schaden mit durchgeführter Maßnahme X um so und so viel Euro reduziert wurde.

Wir sind immer wieder erstaunt, mit welchen Ideen auf uns zugegangen wird. So gibt es z. B. den sehr ausgewöhnlichen Fall, dass ein Eigentümer den Fußboden im Erdgeschoss samt daraufstehender Einrichtung mit Hilfe einer Hebeanlage hochfahren kann.

Aber auch die einfachen Sachen sind wirksam, so komplex muss es gar nicht sein. Wenn im Erdgeschoss eines Hauses viele Gipskartonwände verbaut sind, kann man diese entfernen – und schon hat man etwas für den Hochwasserschutz getan.

Architekten und Handwerker sind wichtige Berater

Da sich Architekten öfter im Gebäudebereich mit drückendem Wasser bewegen, sollten sie sich zumindest grundsätzlich mit dem Thema Hochwasser auskennen. Die hier ansässigen Architekten wissen erfahrungsbedingt meistens, was sie bei einem Bauvorhaben beachten müssen. Architekten von außerhalb kennen sich in der Regel weniger gut aus und werden durch uns auf wichtige Aspekte hingewiesen.

 

Zunächst ist bei einem Bauvorhaben eine Grundlagenermittlung zu machen, da muss sich auch der Planer informieren. Die Ermittlung für den Hochwasserschutz ist nicht Sache der Baubehörde. Die am Bau Beteiligten sind letztendlich für das Einhalten der Vorschriften verantwortlich. Hier ist der Planer in Abstimmung mit dem Tragwerksplaner gefragt. Bei einem Neubau ist ein Tragwerksplaner in Abstimmung mit dem Bauherrn dabei. Die Frage ist, wie weit der Bauherr gehen will. Dementsprechend kann das Gebäude schon sehr gut konstruiert werden. Hochwasserdicht wäre übertrieben, aber hochwasserfest ist auf jeden Fall möglich.

Bei kleineren Umbauten ist kein Architekt in die Maßnahmenplanung und -umsetzung eingebunden. Da viele Handwerker Erfahrung haben, was die Materialeinbindung angeht, können sie den Bauherren sagen, dass sie z. B. besser eine Massivwand im Erdgeschoss einziehen, als eine Gipsbetonplatte zu verwenden. Der Katalig der Förderrichtlinie hilft bei der Ableitung geeigneter Maßnahmen.

Bild Geeignete Materialeinbindung, Fensterrahmen mit Dübel und Türrahmen aus Metall. Quelle: Gerhardt

Bild Gefliester Boden ohne Dämmung. Quelle: Gerhardt

Erfahrungen durch eigene Sanierungen

„Mit den Sanierungen durch die ‚STEG‘ können wir eine Vorbildfunktion für andere einnehmen.“

Als das Sanierungsgebiet der Kernstadt festgelegt wurde, haben uns gefragt ‚Wenn nicht jetzt, wann dann?‘ – und haben die Chance genutzt. Bei der Sanierung muss zunächst in Erfahrung gebracht werden, wie das Gebäude beschaffen ist: Eine Analyse der Außenwände – wir haben hier viel Sandstein – ist wichtig. Ist das Gebäude unterkellert, ist es eigentlich gar nicht möglich, dieses hochwasserfrei zu halten. Was setzt man also ins Erdgeschoss? Viele Gebäude haben an der Stelle eine Garage, in manchen Gebäuden liegt dort Gewerbe.

Mittlerweile haben wir viele Erfahrungen gesammelt. Wir können uns gut gegen das Hochwasser schützen, indem wir hochwasserangepasst bauen. Wir versuchen, das Schmutzwasser rauszuhalten, Schäden an Fenstern und Türen zu vermeiden und, wie schon erwähnt, die Technik nach oben zu verlegen. Wir achten darauf, dass die verbauten Materialien ein Hochwasser überstehen können. Dieses Wissen geben wir natürlich gerne weiter.

Bild Elektronik im Obergeschoss eines Gebäudes. Quelle: Gerhardt

 

Die erste Anlaufstation ist in der Regel die ‚STEG‘. Dort erkundigt sich der Bauherr, ob er Förderungen oder Sanierungsgelder erhalten kann. Da die ‚STEG‘ und das Bauamt beides Anlaufstationen sind, verweisen wir aufeinander. An beiden Stellen gibt es Fördergelder und wir stimmen je nach Vorhaben ab, in welchen Fördertopf das Projekt laufen könnte.

Wenn wir Gebäude mit dem Eigentümer begehen, hat dieser meist schon eine Vorstellung vom eigenen Problem bei erhöhtem Wasserstand und Ideen für geeignete Lösungsansätze.

Bild Beispiel für Maßnahme, Schienen für Dammbalkenbefestigung. Quelle: Gerhardt

Gemeinsam mit einem unserer Architekten schauen wir, welche Lösung Sinn macht und lassen die Kosten für die geplanten Maßnahmen einschätzen. Auf Basis dieser Einschätzung wird geprüft, ob die Anfrage in das Förderprogramm passt.

Wenn das Gebäude durch die Maßnahme geschützt werden kann oder die Hochwassersituation allgemein verbessert wird, bekommt der Antragssteller oder Bauherr einen Förderbescheid. In dem steht die Höhe des zu erwartenden Zuschusses und die geplanten Umsetzungen sind festgehalten. Wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist, rechnen wir anhand der tatsächlichen Kosten die Förderung ab. Möglich sind Maßnahmen mit bis zu 30.000 EUR Höhe pro Grundstück, darüber hinaus können wir leider nicht mehr unterstützen.

Im Hintergrund stimmen die ‚STEG‘ und wir uns ab. Um zu schauen, wer welche Kosten in seinen Förderantrag aufnimmt – und um aufzupassen, dass keine Maßnahme doppelt abgerechnet wird.

Allgemein findet man Hilfe beim Bauamt, bei der ‚STEG‘ und bei uns. Es gibt immer einen Ansprechpartner.

 

Weitere Aspekte der Eigenvorsorge

„Objektschutz heißt auch, dass sich im Hochwasserfall jeder richtig verhalten muss.“

Die Mitglieder der ‚Bürgergemeinschaft Hochwasser Wertheim e.V.‘ sind sehr engagiert und nehmen uns viel Arbeit ab. Sie sitzen stets informiert mit im Hochwasserstab, klappern eventuell betroffene Häuser ab und fragen, ob alles in Ordnung ist. Sie geben weiter, was die Bürger am Standort zu erwarten haben. Vor einiger Zeit hat der Verein ein Informationsblatt herausgegeben, was Zugezogenen und Gewerbetreibenden zur Aufklärung übergeben wird, inklusive einer Liste mit Kontakten und Emailadressen, an die man sich bei Fragen wenden kann. Der Verein ist eine tolle Einrichtung!

Bild Infoblatt des Vereins Bürgergemeinschaft Hochwasser Wertheim e.V. Quelle: Gerhardt

 

„Die Bevölkerung muss wissen, was bei einem Hochwasser passieren kann.“

Im Zuge der Untersuchung des Hochwassers 2003 wurden verschiedene Hochwassermarken platziert. Jeder, der es wünschte, hat eine 6,00-Meter Marke an seinem Haus angebracht bekommen. Das ist eine Größe, an der sich die Leute im prognostizierten Ernstfall gut orientieren können: ‚So sieht es bei mir am Haus also aus…‘.

Bild Pegelmarke und Hochwassermarken an Hausfassaden. Quelle: Gerhardt

 

Für jedes städtische Gebäude haben wir einen Leitplan erstellt. Wir wissen genau, ab welchem Pegelstand wir welche Maßnahmen ergreifen müssen. Zudem gibt es einen Hochwasseralarmplan, der festhält, ab welchem Pegelstand welche Institutionen zusammentreten und in Alarmbereitschaft sind.

Im Ernstfall zu klärende Fragen sind, wann der Krisenstab gebildet wird, wie sich der Pegelstand weiter verhalten wird und welche öffentlichen Einrichtungen abgeleitet davon zu schützen sind. Im Krisenstab ist auch unsere ‚Bürgergemeinschaft Hochwasser Wertheim e.V.‘ eingebunden.

Diskussionen gibt es nach wie vor.

„Trotz aller individuell erfolgreichen Maßnahmen wird immer mal wieder ein allgemeiner Hochwasserschutz für Wertheim gefordert.“

Die Stimmen, die fordern, dass wir etwas anders machen müssen, die gibt es auch heute noch. Bisher hatte aber keiner die passende Idee für den allgemeinen Hochwasserschutz. Auch die Lösung des Themas in Hitzacker (Elbe) wurde diskutiert. Der Fall in Niedersachsen basiert auf einer ähnlichen Ausgangssituation, die Auswirkungen sind allerdings anders als bei uns. Unser Schutz ist nicht so einfach realisierbar, auch wenn die Bereitschaft grundsätzlich da ist.

Bild Hitzacker mit Lage an den beiden Flüssen Jeetzel und Elbe. Quelle: Informationen zur Hochwasserschutzmaßnahme Hitzacker, Jeetzeldeichverband

 

In Hitzacker wurden ein neues Schöpfwerk, ein neues Siel und eine Hochwasserschutzwand gebaut. Während eines Elbehochwassers treten die drei Pumpen der Anlage in Aktion und befördern das Wasser der Jeetzel in die Elbe. In Kombination mit einer 1,20 Meter hohen Wand, die im Bereich der Stadt mit mobilen Teilen auf 2,70 Meter erhöht werden kann, ist die Stadt bis zu einem HQ100 geschützt.

Wohnen in der Altstadt ist beliebt – trotz Hochwasserrisiko

„Die Leute ziehen wieder verstärkt in die Altstadt. Es gibt dort mehr Wohnungen als 2003 – das ist erfreulich!“

Ermöglicht wird diese Entwicklung auch durch unsere ‚STEG‘, die Gebäude ankauft und saniert. An den Stellen, an denen eine Sanierung nicht mehr möglich ist, wird neu gebaut. Die bauliche Situation haben wir meines Erachtens relativ gut im Griff, das Thema Hochwasserschutz immer im Hinterkopf.

Bild Altstadt Wertheim, Marktplatz. Quelle: Gerhardt

 

Wir haben Neubauten tatsächlich hochwasserfrei halten können, indem wir z. B. die Erdgeschosseinheiten in Stahlbeton bzw. wasserundurchlässigen Beton erstellt haben. Die ‚Gaststätte am spitzen Turm‘ hat Glasfassaden bis hinunter auf Pflasterniveau. In dem Bereich haben wir einen mobilen Hochwasserschutz erstellt, der aufgebaut wird, wenn es zum Hochwasserfall kommt. Der Schutz funktioniert, trotzdem müssen Einsatzkräfte vor Ort sein: Einen gewissen Durchfluss gibt es immer und das Wasser muss an diesen Stellen abgepumpt werden.

Bild Beispiel für Dammbalkenbefestigung mit Glasfassade im Ergeschoss. Quelle: Gerhardt

Bild Eingelagerte Dammbalken. Quelle: Gerhardt

Den Erfolg sieht man auch in der Schadensbilanz

Beim Hochwasser 2011 lag die Schadensbilanz für voraussichtliche Schäden und Einsatzkosten bei 2,88 Mio. EUR. 2003 war die Zahl bei 5,23 Mio. EUR. Die geforderte Eigenvorsorge und Eigeninitiative von Bauherren stoßen zum Glück auf große Akzeptanz und wirken präventiv. Falls jemand nicht in der für den Hochwasserschutz sinnvollen Art baut, hat er die Schäden spätestens in 10-11 Jahren, wenn das nächste Hochwasser kommt.

Auch unsere ‚Bürgergemeinschaft Hochwasser Wertheim e.V.‘ trägt ihren Teil dazu bei, dass der Hochwasserschutz so gut läuft. Der Verein ist sehr engagiert und holt die Menschen zum Thema ab.“

Bild Der spitze Turm von Wertheim und die Tauber. Quelle: Gerhardt

 

Erfahrungsbericht Wertheim

Gespräch mit Herrn Hemmerich, Herrn Dworschak und Herrn Hörner

Herr Hemmerich ist Architekt bei der Stadtentwicklungsgesellschaft ‚STEG‘, Herr Dworschak ist im ‚Referat Bauordnung‘ mit der Bearbeitung von Bauanträgen beschäftigt und Herr Hörner ist Referatsleiter Tiefbau.

Informationen zur Gemeinde Wertheim

Objektschutz

Die Stadt Wertheim informiert auf ihrer Homepage zum Thema Hochwasser und Objektschutz:

Hochwasser

Checkliste für Hochwasser

Hochwasserangepasstes Planen und Bauen

Informationen zur Gemeinde Wertheim

Objektschutz

Die Stadt Wertheim informiert auf ihrer Homepage zum Thema Hochwasser und Objektschutz:

Hochwasser

Checkliste für Hochwasser

Hochwasserangepasstes Planen und Bauen