Risiken erkennen

Hochwasserrisikokarten

Die Hochwasserrisikokarten (HWRK) bauen auf den Gefahrenkarten auf. Sie stellen dar, welche „Schutzgüter" in den Gebieten liegen, die jeweils mit geringer, mittlerer und hoher Wahrscheinlichkeit von Hochwasser betroffen sind. Schutzgüter sind „menschliche Gesundheit“, „Umwelt“, „Kulturgüter“ und „Wirtschaftliche Tätigkeiten“. Die Hochwasserrisikokarten wurden erstmalig bis Ende 2013 erstellt und werden nun regelmäßig aktualisiert.

Steckbriefe für jede Gemeinde ergänzen die Risikokarten. Darin werden die betroffenen Nutzungen flächenmäßig bilanziert und die gefährdeten Objekte konkret benannt. Die Risikokarten und Steckbriefe sind dadurch ein wichtiger Schritt bei der Hochwasserrisikomanagementplanung. Sie bilden die Grundlage, um Risiken in einem Einzugsgebiet zu beurteilen und den Handlungsbedarf zu ermitteln. Die Steckbriefe der Gemeinden sind als Anhang III in den zugehörigen Maßnahmenberichten zu finden.

Aktualisierung der Steckbriefe

Bei der Aktualisierung der Steckbriefe wurden u. a. auch die Angaben zu den betroffenen Einwohnern aktualisiert. Für die neuen Steckbriefe wurde der zum September 2016 in den Meldeportalen der Gemeinden und Kommunen gemeldete Stand der sogenannten wohnberechtigten Bevölkerung (Personen mit Haupt- und Nebenwohnsitz) herangezogen. Die Methodik zur Verteilung der wohn-berechtigten Bevölkerung auf die Gebäude und die sich daraus ergebende Betroffenheit von Teilen der Bevölkerung wurde im Zuge der Aktualisierung weiter verfeinert (vertiefende Informationen zur Methodik in Anhang II des Vorgehenskonzeptes). Hier kann es für einzelne Kommunen zu deutlichen Abweichungen gegenüber den Angaben im bisherigen Steckbrief kommen, auch ohne dass sich die betroffenen Flächen in der Gefahrenkarte wesentlich verändert haben. Dies kann folgende Gründe haben:

Einen kurzen Überblick zum Inhalt der Risikokarten und die zugehörigen Steckbriefe gibt die Kompaktinformation Hochwasserrisikokarten und -steckbriefe.

Anwendung für Bürgerinnen und Bürger

Für Bürgerinnen und Bürger sind die Hochwasserrisikokarten und Steckbriefe im Gegensatz zu den Gefahrenkarten nicht unmittelbar relevant und haben keine eigenständige Rechtswirkung. Bürgerinnen und Bürger, die sich über die Gefahren vor Ort informieren wollen, finden diese Informationen in den Gefahrenkarten.

Die jeweils aktuelle Version der Risikokarte für ein Gemeindegebiet kann über die Hochwasserrisikomanagement-Abfrage abgerufen werden. Dazu sind folgende vier Schritte erforderlich:

Methodik

Wie Hochwasserrisikokarten erstellt werden, ist im Anhang II des Vorgehenskonzeptes zur Erstellung von Hochwasserrisikomanagementplänen in Baden-Württemberg erläutert.

Rechtsgrundlagen

Die Erstellung der Risikokarten beruht auf Artikel 6 der EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie die durch § 74 des Wasserhaushaltsgesetzes in deutsches Recht umgesetzt wurde.

Zum Herunterladen