Während des Hochwassers

Während des Hochwassers 21.10.2021

Was tun bei Hochwasser?

Notfallrucksack packen, Strom aus und raus aus dem Keller. Erfahren Sie, wie Sie sich im Ernstfall gut vor Hochwasser schützen.

… wenn das Hochwasser in Ihr Haus fließt

Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit. Bringen Sie Kinder und andere schutzbedürftige Personen aus gefährdeten Bereichen.

Wenige Zentimeter Wasser genügen, um Türen zu blockieren und eine Flucht unmöglich zu machen. Außerdem können Steckdosen und Elektrogeräte noch Strom führen. Stellen Sie Strom und Heizung daher aus. Ist dies nicht mehr möglich, verlassen Sie die gefährdeten Räume und betreten Sie die Räume nicht mehr. Es besteht Lebensgefahr!

Die Fließgeschwindigkeit und Strömung des Hochwassers kann Sie mitreißen und in lebensbedrohliche Situationen bringen. Uferbereiche können überspült oder abbruchgefährdet sein. Halten Sie Abstand von überschwemmten Flächen und fahren Sie auf keinen Fall durch überflutete Straßen. Im Wasser sind Gefahrenstellen nicht erkennbar (zum Beispiel offene Gullydeckel).

Wenn möglich, setzen Sie sich mit Ihren Kindern und anderen Familienmitgliedern in Verbindung, um den Nachhauseweg abzusprechen. Bitten Sie sie, sich an einen sicheren Ort zu begeben. Warnen Sie davor, überflutete Bereiche zu überqueren.

Hochwasser ist schmutzig und stark verkeimt. Schützen Sie sich, indem Sie den direkten Kontakt mit dem Wasser vermeiden. Tragen Sie Schutzkleidung (zum Beispiel Gummistiefel, wasserfeste Handschuhe). Desinfizieren Sie Ihre Hände, wenn Sie mit dem verunreinigten Wasser in Berührung gekommen sind.

Bei Überschwemmungen ist die Feuerwehr wegen zahlloser Notrufe durchgehend im Einsatz. Ihre Aufgabe ist primär die Rettung von Menschen und Tieren. Erst danach folgen Ortsschutz und Dammschutz, die Sicherung kritischer Infrastrukturen, Objektschutz und technische Hilfeleistungen.

Alarmieren Sie die Feuerwehr nur, wenn Personen oder Tiere verletzt oder in Lebensgefahr sind beziehungsweise Schadstoffe wie Heizöl, Gas und andere wassergefährdende Stoffe austreten. Bitte wenden Sie sich in allen anderen Fällen an andere Betroffene oder organisieren Sie Nachbarschaftshilfe.

Es entstehen Wellen, die gegen Hauswände drücken und diese dauerhaft schädigen können. Sie selbst können wegen Unterwasserhindernissen stecken bleiben. Es droht Lebensgefahr!

Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen, Hochwasserwarnungen und -vorhersagen über Rundfunk (SWR1, SWR4 Baden-Württemberg), Internet (Hochwasservorhersagezentrale, Deutscher Wetterdienst), Smartphone (Meine Pegel-App, WarnWetter-App), Telefon (0721 9804-61, 0721 9804-62, 0721 9804-63, 0721 9804-64, 0721 9804-65) oder Videotext ab Seite 800. Informieren Sie Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sowie Nachbarinnen und Nachbarn. Organisieren Sie gegebenenfalls Nachbarschaftshilfe.

... nur noch eine Stunde bis das Hochwasser kommt

Strom und Heizung müssen ausgeschaltet sein. Machen Sie sicherheitshalber alle elektrischen Sicherungen in Ihrem Verteilerkasten aus. Drehen Sie die Haupthähne für Gas zu und schalten Sie die Heizung ab.

Setzen Sie mobile Sperren ein und schließen Sie Fensterschotts, sofern diese vorhanden sind.

Verkeilen Sie alle Türen überflutungsgefährdeter Räume (insbesondere Keller und Tiefgaragen) oder hängen Sie diese aus. Durch das einströmende Wasser lassen sie sich nicht mehr öffnen. Es besteht Lebensgefahr!

Ein Notfallrucksack hilft, die Zeit zu überbrücken, die Sie außerhalb Ihrer vier Wände oder in sicheren Stockwerken verbringen müssen. Wichtig ist: Packen Sie für jedes Familienmitglied nicht mehr ein, als in einen Rucksack passt!

Diese Dinge sollten Sie dabeihaben: Erste Hilfe-Material, Medikamente, die Sie und/oder Ihre Angehörigen brauchen, Personalausweise und andere wichtige Dokumente (wasserdicht verpackt), Geld und andere Wertsachen, Hygieneartikel (zum Beispiel Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Toilettenpapier, Feuchttücher, Einmalhandschuhe), Wasserflaschen und Lebensmittel für zwei Tage in staubdichter Verpackung, Essgeschirr, Besteck und Dosenöffner, Campingkocher und -toilette, geladenes Mobiltelefon, Ladekabel und geladene Powerbank für Ihr Mobiltelefon, batteriebetriebenes Kofferradio mit UKW und MW inklusive Reservebatterien, Taschenlampe inklusive Reservebatterien oder Kerzen und Streichhölzer, Schlafsack oder Decke, eventuell eine Isoliermatte, Kleidung zum Wechseln (Regenmantel, Gummistiefel, wetterfeste Schuhe).

Überprüfen Sie die vorher angebrachten Sicherungsmaßnahmen. Im äußersten Notfall können Sie Ihren Heizöltank mit sauberem Wasser füllen, um ein Gegengewicht zu erzeugen. Anschließend muss das Wasser-Öl-Gemisch jedoch kostenpflichtig entsorgt werden. Zusätzlich können Sie den Tank mit Ballast beschweren. Eine richtige Vorsorge und Sicherung des Heizöltanks ist dieser Notfallmaßnahme jedoch immer vorzuziehen!

Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen, Hochwasserwarnungen und -vorhersagen über Rundfunk (SWR1, SWR4 Baden-Württemberg), Internet (Hochwasservorhersagezentrale, Deutscher Wetterdienst), Smartphone (Meine Pegel-App, WarnWetter-App), Telefon (0721 9804-61, 0721 9804-62, 0721 9804-63, 0721 9804-64, 0721 9804-65) oder Videotext ab Seite 800. Informieren Sie Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sowie Nachbarinnen und Nachbarn. Organisieren Sie gegebenenfalls Nachbarschaftshilfe.

… nur noch wenige Stunden bis das Hochwasser kommt

Besprechen Sie mit Ihren Angehörigen, wer sich um welche der hier aufgeführten Aufgaben kümmert. Sie sollten wissen, wer sich wo aufhält und wie Sie sich erreichen können. Wenn nötig, sprechen Sie sich mit Nachbarinnen, Nachbarn oder anderen Personen ab.

Der Schutz von Leben geht immer vor! Bringen Sie Kinder, Schwangere, kranke sowie behinderte Menschen, Seniorinnen und Senioren sowie Tiere rechtzeitig in Sicherheit.

Machen Sie sich frühzeitig Gedanken darüber, wohin Sie sie bringen können (zum Beispiel zu Verwandten oder Freunden außerhalb der Gefahrenzone oder ins Obergeschoss Ihres Hauses). Sollte Ihr Haus wegen des Hochwassers nicht mehr erreichbar sein, müssen Ihre Kinder wissen, wohin sie gehen können. Sprechen Sie sich mit Nachbarinnen, Nachbarn oder anderen Personen ab.

Ein Notfallrucksack hilft, die Zeit zu überbrücken, die Sie außerhalb Ihrer vier Wände oder in sicheren Stockwerken verbringen müssen. Wichtig ist: Packen Sie für jedes Familienmitglied nicht mehr ein, als in einen Rucksack passt!

Diese Dinge sollten Sie dabeihaben: Erste Hilfe-Material, Medikamente, die Sie und/oder Ihre Angehörigen brauchen, Personalausweise und andere wichtige Dokumente (wasserdicht verpackt), Geld und andere Wertsachen, Hygieneartikel (zum Beispiel Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Toilettenpapier, Feuchttücher, Einmalhandschuhe), Wasserflaschen und Lebensmittel für zwei Tage in staubdichter Verpackung, Essgeschirr, Besteck und Dosenöffner, Campingkocher und -toilette, geladenes Mobiltelefon, Ladekabel und geladene Powerbank für Ihr Mobiltelefon, batteriebetriebenes Kofferradio mit UKW und MW inklusive Reservebatterien, Taschenlampe inklusive Reservebatterien oder Kerzen und Streichhölzer, Schlafsack oder Decke, eventuell eine Isoliermatte, Kleidung zum Wechseln (Regenmantel, Gummistiefel, wetterfeste Schuhe).

Überprüfen Sie die vorher angebrachten Sicherungsmaßnahmen. Im äußersten Notfall können Sie Ihren Heizöltank mit sauberem Wasser füllen, um ein Gegengewicht zu erzeugen. Anschließend muss das Wasser-Öl-Gemisch jedoch kostenpflichtig entsorgt werden. Zusätzlich können Sie den Tank mit Ballast beschweren. Eine richtige Vorsorge und Sicherung des Heizöltanks ist dieser Notfallmaßnahme jedoch immer vorzuziehen!

Sie und Ihre Angehörigen sollten wissen, wo im Haus Strom und Heizung abgeschaltet und wo die Haupthähne für Gas und Öl zugedreht werden müssen.

Entfernen Sie Fahrzeuge rechtzeitig aus Garagen, Tiefgaragen und gefährdeten Gebieten. Parken Sie sie auf Anhöhen oder in Gebieten, in die das Hochwasser nicht kommt. Welche Bereiche und Straßen sich eignen, zeigen Ihnen die Hochwassergefahrenkarten und Starkregengefahrenkarten Ihrer Kommune. Eine Anleitung finden Sie hier.

Räumen Sie Kellerräume aus, in die das Wasser eindringen kann. Priorität haben elektrische Gegenstände und Objekte mit ideellem Wert. Sie können diese in Räume bringen, die nicht vom Hochwasser betroffen sind. Möbel können Sie alternativ auch hochbocken: Legen Sie dazu dicke Bretter auf je zwei Metallböcke. Stellen Sie anschließend die Möbel darauf.

Stellen Sie sicher, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien (zum Beispiel Lacke, Farben, Pflanzenschutzmittel) vom Hochwasser nicht erreicht werden können. Stellen Sie sie dazu auf Schränke beziehungsweise in die oberen Regalreihen oder bringen Sie sie in hochwassergeschützte Räume.

Um Ihr Haus vor Hochwasser zu schützen, benötigen Sie Materialien, die Sie in jedem Baumarkt kaufen können. Die Menge hängt von den Maßnahmen ab, die Sie für den Fall eines Hochwassers geplant haben. Sorgen Sie dafür, dass Sie alle benötigten Materialien im Haus haben!

Je nach Bedarf sind das: Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und gegebenenfalls Schutzkleidung, Holzkeile (zur Sicherung von Türen), Sandsäcke (8 bis 12 Stück pro Quadratmeter) und Füllmaterial (feiner Sand: 0 bis 8 Millimeter Korngröße), Sperrholzplatten (mindestens 22 Millimeter dick und wasserfest) oder Schalbretter (zur Abdichtung von Türen und Fenstern), Silikon oder Montageschaum (zur Abdichtung von Türen und Fenstern), Maueranker, Werkzeugkasten mit Hammer, Nägeln, Schraubenziehern und Inbusschlüsseln.

Installieren Sie die vorbereiteten mobilen Hochwasserschutzsysteme (zum Beispiel Dammbalkenverschlüsse, Sicherungen für Kellerfenster). Falls Sie keine haben, dichten Sie Ihre Fenster, Türen, Lichtschächte und Abflussöffnungen mit Schalbrettern, wasserfesten Sperrholzplatten und Silikon ab. Alternativ können Sie auch Sandsäcke vor Raumöffnungen stapeln.

Um das Wasser vom Gebäude fernzuhalten, können Sie Barrieren errichten. Verwenden Sie hierzu Sandsäcke. Füllen Sie diese zu maximal Zweidrittel mit Sand. Der Sand sollte eine Körnung von 0 bis 8 Millimeter haben. Schlagen Sie die Öffnungen der gefüllten Sandsäcke beim Stapeln zur Wasserseite um.

Haben Sie vorab die Auftriebssicherheit sowie die Wasserhöhe und -menge für eine Notflutung durch einen Fachplaner ermitteln lassen, sollten Sie nun prüfen, ob eine Notflutung sinnvoll ist. Denn drückendes Grundwasser erzeugt Auftriebskräfte, die das Gesamtgewicht Ihres Hauses übersteigen und es aufschwimmen lassen können. Mit einer Notflutung können Sie ein Gegengewicht erzeugen und Schäden an der Gebäudestatik verhindern. Dazu sollte Ihnen neben Zeit auch Frischwasser zur Verfügung stehen – letzteres verhindert, dass Schmutzwasser eindringt.

Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen, Hochwasserwarnungen und -vorhersagen über Rundfunk (SWR1, SWR4 Baden-Württemberg), Internet (Hochwasservorhersagezentrale, Deutscher Wetterdienst), Smartphone (Meine Pegel-App, WarnWetter-App), Telefon (0721 9804-61, 0721 9804-62, 0721 9804-63, 0721 9804-64, 0721 9804-65) oder Videotext ab Seite 800. Informieren Sie Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sowie Nachbarinnen und Nachbarn. Organisieren Sie gegebenenfalls Nachbarschaftshilfe.

Hinweis: Alle Inhalte beruhen auf dem aktuellsten Kenntnisstand unserer Fachexpertinnen und Fachexperten der Wasserwirtschaft und stellen eine Empfehlung dar. Da nicht jede Situation und Gefahrenlage abgebildet werden kann, ist jede Person dazu aufgefordert, auf Grundlage der aktuellen Lage vor Ort zu entscheiden, welche Maßnahmen tatsächlich geeignet und in welcher Reihenfolge sie auszuführen sind.