Technischer Hochwasserschutz

KEIN ABSOLUTER SCHUTZ 21.07.2021

Technischer Hochwasserschutz

Hochwasserschutzanlagen wie Dämme, Hochwasserrückhaltebecken oder mobile Schutzwände schützen Siedlungen. Absoluten Schutz können diese Einrichtungen aber nicht bieten – beispielsweise bei einem Dammbruch oder bei Extremhochwasser.

Hochwasserschutzanlagen verhindern bis zu einem gewissem Grad (einem festgelegten ) das Ausufern des Gewässers. Die Dimensionierung erfolgt dabei für jeden Standort auf Basis einer Kosten-Nutzen-Abschätzung. Circa 75 Millionen Euro stellt das Land Baden-Württemberg jährlich für den technisch-infrastrukturellen Hochwasserschutz an den landeseigenen Gewässern – so genannte Gewässern erster Ordnung – zur Verfügung.

Dammertüchtigungsprogramm als Schutz vor Hochwasser

In Baden-Württemberg schützen rund 1.000 Kilometer landeseigene Schutzdämme Millionen Menschen und deren Eigentum vor Hochwasser. Die meisten der Dämme sind inzwischen über 70 Jahre alt – und wie jedes andere Bauwerk auch diese einem Alterungsprozess, der ihre Betriebssicherheit mit den Jahren reduziert. Deshalb hat das Dammertüchtigungsprogramm aufgesetzt und saniert in den nächsten Jahren kontinuierlich die Dämme.

Hochwasserschutzanlagen aufeinander abstimmen​​​​​​​

Technische Hochwasserschutzanlagen beeinflussen auch die Höhe und Dauer von Hochwasserwellen in anderen Orten. Deshalb müssen die Maßnahmen entlang der Flüsse sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Das Land Baden-Württemberg setzt dies mit dem Integrierten Rheinprogramm (IRP) am Rhein und mit dem Integrierten Donauprogramm (IDP) an der Donau um.

Absoluten Schutz können Hochwasserschutzanalgen nicht gewährleisten. Der technisch-infrastrukturelle Hochwasserschutz ist daher ein wichtiger Baustein, jedoch nicht die alleinige Strategie für den Umgang mit Hochwasser.