Kein absoluter Schutz

Technischer Hochwasserschutz

Hochwasserschutzanlagen wie Dämme, Hochwasserrückhaltebecken oder mobile Schutzwände schützen Siedlungen. Denn sie verhindern bis zu einem festgelegten Bemessungshochwasser das Ausufern des Gewässers. Die Dimensionierung erfolgt dabei für jeden Standort auf Basis einer Kosten-Nutzen-Abschätzung. Rund 60 – 70 Millionen Euro stellt das Land Baden-Württemberg jährlich für den technisch-infrastrukturellen Hochwasserschutz zur Verfügung. Deshalb hat das Land ein Dammertüchtigungsprogramm der landeseigenen Hochwasserschutzdämme aufgesetzt, das in den nächsten Jahren kontinuierlich umgesetzt wird. Absoluten Schutz können diese Einrichtungen allerdings nicht gewährleisten – beispielsweise wenn ein Damm bricht oder ein extremes Hochwasser auftritt.

Technische Hochwasserschutzanlagen beeinflussen auch die Höhe und Dauer von Hochwasserwellen in anderen Orten. Deshalb müssen die Maßnahmen entlang der Flüsse sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Das Land Baden-Württemberg setzt dies mit dem Integrierten Rheinprogramm (IRP) am Rhein und mit dem Integrierten Donauprogramm (IDP) an der Donau um.

Der technisch-infrastrukturelle Hochwasserschutz ist daher ein wichtiger Baustein, jedoch nicht die alleinige Strategie für den Umgang mit Hochwasser.

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