Wissen was läuft – Hochwassertag 2017

Zweiter Hochwassertag Baden-Württemberg

Mit wiederholt über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging der zweite Hochwassertag Baden-Württemberg am 29. März 2017 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart zu Ende. Der Zweite Hochwassertag führte Akteure der Vorsorge und des Risikomanagements sowie der Krisenbewältigung aus den unterschiedlichsten Bereichen, vor allem der Fachverwaltung, den Kommunen und der Wirtschaft zusammen. Die Teilnehmenden wurden über die aktuellen Möglichkeiten, das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen und Werkzeuge im Bereich des Hochwasserrisikomanagements informiert, um auf Hochwasserereignisse gut vorbereitet zu sein, sie effektiv zu bewältigen und eine verbesserte Nachsorge sicher zu stellen.


In seiner Eröffnungsrede betonte Umweltminister Franz Untersteller die Dringlichkeit des Themas: „In Baden-Württemberg sind bei einem hundertjährlichen Ereignis rund 300.000 Personen betroffen. Ca. 5.000 Hektar Siedlungs- und 3.000 Hektar Gewerbeflächen werden überflutet. Bei einem Extremereignis sogar rund 1,5 Millionen Personen und rund 17.000 Hektar Siedlungs- und 13.000 Hektar Gewerbeflächen. Alleine an Rhein und Neckar müssen wir mit Schäden von jeweils rund sechs Milliarden Euro rechnen. Diese Zahlen zeigen uns: Wir müssen handeln.“ 


Hochwasserrisikomanagement ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Akteure aus Verwaltung, Planung, Wirtschaft und Gefahrenabwehr sowie Bürgerinnen und Bürger. Umweltminister Franz Untersteller appellierte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die vorliegenden Werkzeuge zu nutzen und die vereinbarten Maßnahmen umzusetzen. Daher standen die Vernetzung und die gemeinsame Arbeit getreu dem Motto: „Menschen verbinden, Existenzen sichern“ im Vordergrund der diesjährigen Veranstaltung.


Nach den Starkregenereignissen im Mai und Juni 2016 war das Starkregenrisikomanagement ein Schwerpunktthema des zweiten Hochwassertages. In Impulsen erzählten der Bürgermeister von Braunsbach und der Leiter des Tiefbauamtes Schwäbisch Gmünd von ihren Erfahrungen und Erlebnissen der dramatischen Ereignisse in ihren Kommunen. In einem Fachforum konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das methodische Vorgehen zum Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg informieren und mit Experten diskutieren.

In weiteren Foren wurde über zentrale Themen wie das kommunale und interkommunale Hochwasserrisikomanagement, das Krisenmanagement und FLIWAS sowie den technischen Hochwasserschutz informiert und diskutiert. In einem Forum speziell für Wirtschaftsunternehmen konnten sich Vertreter diese wichtigen Akteursgruppe unter anderem über die Hochwasservorsorge in Unternehmen informieren.

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Presseinformation zum Hochwassertag 2017

Rückblick

Hochwassertag 2014

600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Hochwassertag 2014: Ergebnisse und Impressionen des ersten Hochwassertages

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